ECHTZEIT 2004
HERBSTPUBLIKATIONEN

Protokoll und Bild-Dokumente
der Zwischenberichte

Mi 13. bis Sa 23. Okt.
Musiklabor München
Carl Orff Auditorium & Reaktorhalle

Veranstalter: Echtzeithalle e.V.
www.echtzeithalle.de


Mittwoch 13. Oktober 2004 21 Uhr

Dieter Trüstedt und Jörg Schäffer
Differenzplayer für mir und milch

Milch minus Mich
Dieter Trüstedt und Jörg Schäffer
Differenzplayer für mich und milch
mit mich-Verstärker und Tonhöhen-Variation
eine ArtLecture mit dem Pure-Data-Programm
Dauer ca. 20 Minuten mit Diskussion
Es geht um die Unmöglichkeit der Kohärenz zweier gesprochener Worte. Die Summe und die Differenz der Worte mich und milch sind ununterscheidbar. Die Irritation beim Hören ist das Spiel: heißt es mich oder milch. Vielleicht auch ein Spiel der Verständlichkeit. Bei herabgesetzter Auslesegeschwindigkeit wird deutlich, warum Milch "Milch" heißt.


Probe e4-Fragmente plus-minus / Hans Wolf & Dieter Trüstedt

Sätze:
1. alles, aber inkohärent und nicht zu dicht
2. Einzeltöne kohärent, relativ dicht
3. Arpeggien (schnelle Folge von Einzeltönen) kohärent
4. Cluster kohärent, große Zeiten
5. alles, rhythmisiert im Zeitmaß
6. Einzeltöne inkohärent in weitem Zeitmaß

Hans Wolf in e4-Fragmente plus-minus,
Foto: Dieter Trüstedt, 13okt04


Stück-Entwicklung: Die kleine Schachtel / Dienstag 12okt04

Sonja Hafenmayer in "Die kleine Schachtel" / Probe 12okt04
Dieter Trüstedt: Foto und Projektion


Zwischenberichte 21 Uhr Mittwoch 13okt04

mich-milch-Differenz / ArtLecture / Jörg Schäffer & Dieter Trüstedt / Foto: Jutta Köhler /
am Laptop: Dieter Trüstedt

Improvisationsperformance / Wissenschaft und Kunst / Jutta Köhler /
Foto: Dieter Trüstedt

e4-Fragmente plus-minus / Dieter Trüstedt & Hans Wolf / während der Performance / 13okt04 21.45 /
Foto: Dieter Trüstedt


Zwischenbericht
Donnerstag 15. Oktober 2004 21 Uhr
Musiklabor München, Carl Orff Auditorium

Jutta Köhler, ArtLecture, Orbitale, Wasserstoff & Kohlendioxid

Jörg Schäffer, ArtLecture, Orbitale

Gegenfrequenzen, Jörg Schäffer, ArtLecture
Fotos: Dieter Trüstedt

 

Roger Kausch

Roger Kausch, Abstrakter Film aus Einzelbild-Sequenzen
Fotos: Dieter Trüstedt

 

Randolf Pirkmayer
Zwischenbericht

Randolf Pirkmayer, Carl Orff Auditorium
Fotos: Dieter Trüstedt


Plakatbild nach dem Regen - vor der Tür des Musiklabors München
Foto: Dieter Trüstedt


Sonja Hafenmayer in Die kleine Schachtel, in der Hand: Welt
15. Oktober 2004 21 Uhr Carl Orff Auditorium
Fotos: Dieter Trüstedt

Sonja Hafenmayer

 

Jörg Schäffer, Algorithmische Komposition
15. Oktober 2004, 22 Uhr, Carl Orff Auditorium


Grillen-Oktett, Barjac August 2004
für Echtzeit 2004, Herbstpublikationen
Carl Orff Auditorium München
Dieter Trüstedt

Platanen / Torsi / Barjac, France / August 2004
Flash-Film für Echtzeit 2004, Testfilm 2
Dieter Trüstedt
Dauer: Testfilm 1 und 2 sind: 11 min
Musik-Improvisation zum Film:
Hans Wolf (Klavier, Tasten und Innenraum) und Dieter Trüstedt (Pure Data, ein Grillenzirp, siehe Bild vorher)


Musiklabor München, Luisenstr. 37a
rechts oben: Plakate zu Echtzeit 2004 / Herbstpublikationen / Zwischenberichte
Freitag nachmittags, 15. Okt. 2004
Foto: Trüstedt

Eingang Musiklabor München, Reaktorhalle und Carl Orff Auditorium
Isotopen-Tabelle auf der Tür aus den Jahren der Kern-Physik in diesem Gebäude aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Aufnahme: Trüstedt

HansWolf vor der Probe zum Stück "Platanen / Torsi" mit Dieter Trüstedt
Carl Orff Auditorium, Musiklabor München, 16. Okt. 2004

"Partitur" zu den e4-Fragmenten als Computer Programm mit echtem e4-Klavierton vom Flügel des Carl Orff Auditoriums.
Etwas ausgeufert, um die vielen Arpeggien unterzubringen mit einstellbaren Delays in den schnellen Akkord-Folgen, nach Anweisungen von Hans Wolf.
Die Halbtöne über und unter e4 können auf ein cent genau eingestellt bzw. dem Flügel angeglichen werden.
Der e4-Ton wird nochmal in der Anschlagtechnik von Hans Wolf mit Studiomikrofonen direkt in den Rechner gelesen, um das Computerspiel und den Flügel im Klang nahezubringen bzw. beim Spielen die Verwechselungen zu provozieren. Pure Data Bild, Dieter Trüstedt. 15. Okt. 2004.
Die nächsten Aufführungen sind voraussichtlich am Di 19. und am Sa 23. Okt. 2004 um 21 Uhr.


Montag 18. Oktober 2004
168. Montagsgespräch
Angela Dauber & Dieter Trüstedt
München Bagdad

Angela Dauber, Carl Orff Auditorium, 18. Oktober 2004

Programm für die Simulation von diversen Räumen von der Blechdose, über ein großes Gefäß, Shatterecho, Kugelräume bis hin zur Halle.
Der eingelesene Satz wird 8-fach übereinandergelegt und synchron ausgelesen - mit verschiedenen Delays (Milli-Sekunden-Bereich und länger).
Pd-Programm: Dieter Trüstedt

Die akustischen Einspielungen über dieses Programm wurden mit den 25 Aufnahmen der Tour München Bagdad (Angela Dauber und Dieter Trüstedt quer durch München) diskutiert.

Siehe Text & Kritik zu diesem Montagsgespäch in Fucking good Art / Rotterdam http://www.FuckingGoodArt.nl
oder aktuell in www.epodium.de und in http://www.luise37.de/2004/montagsgespraeche/muenchenbagdad.htm.de unter der Überschrift "München-Bagdad in der Echtzeithalle" und der Autorin Alma Larsen.


Dienstag, 19. Oktober 2004

Rudström
Sonja Hafenmayer (Konzept und Tanz) &
Dieter Trüstedt (Musik) & Jessica Billeter (Stimme)

Rudström, Carl Orff Auditorium, 19. Okt. 04
Sonja Hafenmayer
Fotos: Dieter Trüstedt

Gesang: Jessica Billeter
9 Fragmente aus "regenreden", Okt. 2003
hier als Background und Einzelstimmen während der Performance extrem leise eingespielt und Variationen mit Hervorheben einzelner Fragmente.
Programm / Partitur: Dieter Trüstedt


Roger Kausch
Mechanik der Zeichen
Herbstpublikationen 2004

Musiklabor München
Dienstag 19. Oktober 2004

Mechanik der Zeichen Nr. 3

Mechanik der Zeichen Nr.2


Mittwoch 20. Oktober 2004

Hans Rudolf Zeller
Lob des EsZet

Hans Rudolf Zeller, Carl Orff Auditorium, Musiklabor München
Lob des EsZet

Variationen zum EsZet, Hans Rudolf Zeller

Eszet unterm Projektortisch, Carl Orff Auditorium, Musiklabor München
Hans Rudolf Zeller

Das EsZet auf dem Lichttisch, Hans Rudolf Zeller, Do22okt04

Fotos: Dieter Trüstedt


Donnerstag 21. Oktober 2004   21 Uhr
Herbstpublikationen 2004
Carl Orff Auditorium

Hans Rudolf Zeller
Lob des Eszet

Die Fotos oben sind im wesentlichen an diesem Donnerstag entstanden.


you could use
Musiklabor München

you could use
Randolf Pirkmayer und Dagmar Dehio
Video mit Stimme

you could use
R. Pirkmayer & D. Dehio
Carl Orff Auditorium, Musiklabor München
Herbstpublikationen - Echtzeit 2004, 20okt04

Fotos aus der Projektion: Dieter Trüstedt


Die kleine Schachtel
Dieter Trüstedt, Sonja Hafenmayer und Jessica Billeter

(Sonja konnte nicht mitspielen wg. einer Verletzung.)
Donnerstag 21. Oktober 2004 21 Uhr, Carl Orff Auditorium, Musiklabor München

Stimme und Programm wurden verändert.
Jetzt läuft das Computerprogramm mit der Stimme von Jessica Billeter. Sie hat das Gedicht mehrmals gelesen und aufgenommen. Die 4. Lese-Version wurde verwendet. Jessica hat das Gedicht an einem Stück gelesen. Dadurch ist der Text jetzt gebunden und in der Sprache flüssig und richtig betont. In der Lese-Version von Dieter Trüstedt waren die Zeilen einzeln und zu verschiedenen Zeiten gelesen.

Das Stück wurde von Dieter Trüstedt rein konzertant gebracht:
1. Spiel: mit Projektion
2. Spiel: ohne Projektion

Beim Spiel mit großer Projektion wurde vom Publikum bemängelt, dass der schöne Inhalt des Gedichtes durch die Musik und die Klänge erschlagen wird. Die Zuschauer können den Text jederzeit lesen und beobachten die Bewegungen der Maus, also die Aktionen des Spieler. Es ist wohl so ähnlich wie bei einem klassischen Musikstück, wenn jemand ständig mit dem Finger zeigt, wo gerade die Musik spielt.

Beim Spiel ohne Projektion (der Raum war relativ abgedunkelt) mußte sich das Publikum ganz aufs hören konzentrieren. Dadurch wurde wohl die innere Vorstellung intensiv angeregt. Jetzt war das Publikum irgendwie beeindruckt. Auch der Umgang mit dem Text (das Lesen und Scratchen der "Bandschleifen") waren jetzt gut mit dem Text vereinbar. Das Spiel war auch für die Spieler intensiver. Auch das begleitende Klavierspiel (Pure Data mit dem Ton c4 vom Hochschulflügel) wurde wichtiger - es bestimmte die Zeiten zwischen den Leseteilen.

Neu im Pure Data Programm waren die Knöpfe zum automatischen Abspielen der Zeilen: vorwärts - rückwärt - stop. Es gab auch Summenknöpfe für alle Zeilen aufeinmal. Auch eine Schiebel-Leiste für alle 20 Zeilen aufeinmal. Die Klänge hatten dadurch eine ziemliche Heftigkeit - besonders das gemeinsame Zurückfahren der 20 Spuren - wie beim normalen Tonbandgerät, wenn beim Zurückspulen der Tonkopf nicht abgeschaltet wird.

Spiel-Partitur für Pure Data:
1. Lesestellen an interessanten Stellen in den 20 Textzeilen. Behutsames Abtasten der Worte, Konsonanten etc. 2 min
2. Lesestelle vorsichtig an die Anfänge bewegen.
3. Zeilen automatisch, also in voller akustischer Qualität vorspielen. Jeweils nachhorchen.
4. Zeilen automatisch rückwärts spielen, sehr sorgfältig. Die neue "Sprache" hören. Klingt wie isländisch.
5. Zeilen in kleinen Blöcken bzw. schnell gestaffelt automatisch abspielen. Pausen setzen. Das Klavier hören.
6. Dasselbe rückwärts mit gleicher Sorgfalt, so als wäre die Sprache bekannt.
7. Alle 20 Zeilen im Block vorwärts und rückwärt. Dreimal. Sehr mächtiges Bild. Pausen setzen und hören.
8. Alle 20 Zeilen automatisch in die Mitte fahren und Stop und alle 20 Zeilen einzeln und dann gemeinsam schieben.
9. Einzelne Sätze herausholen und in Originalqualität automatisch spielen. Klavier hören.
10. Schlußzeile am Schluß einmal spielen. Klavier hören. Klavier Stop.


Freitag 23. Oktober 04 ab 21 Uhr

Reaktorhalle:
Volkmar Müller (Konzept und Elektronik), Randolf Pirkmayer (Ziehharmonika),
Dagmar Dehio (Stimme, Gesang), Jörg Schäffer (Klavier), Ursi Jennings (Tanz)
Zeitraum In Tarau
Installation, Improvisation mit Stimme, akustischen und elektronischen Instrumenten und Tanz

Lichtbahnen mit Akkordeon
[1829 (als »Accordion«) geb. zu Akkord von dem österr. Instrumentenmacher C. Demian]
Spieler: Randolf Pirkmayer

Lichtbahnen in der Reaktorhalle München
Installation: Volkmar Müller, Köln
22. Oktober 2004

Ursi Jennings: Tanz / Bewegung
Reaktorhalle München / Herbstpublikationen
22okt04

Fotos: Dieter Trüstedt


Dieter Trüstedt & Hans Wolf
e4-Fragmente-plus/minus

22okt04

Arbeitsplatz Dieter Trüstedt in e4-Fragmente-plus/minus
Pure Data und Klavier, mit Hans Wolf

e4-Fragmente plus-minus Nr. 2 / Hans Wolf & Dieter Trüstedt

Sätze der Nr.2 :
1. alles, aber inkohärent und nicht zu dicht
2. Einzeltöne kohärent, relativ dicht
3. Arpeggien (schnelle Folge von Einzeltönen) kohärent
4. Cluster kohärent, große Zeiten
5. Annäherung an farbiges Rauschen (Pure Data auch mit Arpeggien)
6. alles, rhythmisiert im Zeitmaß
7. Einzeltöne inkohärent in weitem Zeitmaß

Wiederholung des Spiels:
1. mit Projektion des Programms / Partitur, mit Ansage der Teile, ohne Dynamik = konstante Anschläge
2. ohne Projektion / ohne Ansagen / mit Dynamik im Anschlag


Samstag 23. Oktober 2004, 21 Uhr
Carl Orff Auditorium, München

Rüdström
Sonja Hafenmayer (Konzept, Tanz), Dieter Trüstedt (Musik) und Jessica Billeter (Stimme)

Jörg Schäffer
Angeregte Zustände

Roger Kausch
Abstrakte Filmsequenz aus Einzelbildern


Sonja Hafenmayer in Rudström, Samstag 23. Oktober 2004, Carl Orff Auditorium
Herbstpublikationen, Musiklabor München


Rückblende:

Experiment: MILCH minus MICH
Jörg Schäffer und Dieter Trüstedt

Siehe: Mittwoch 13. Oktober 2004 21 Uhr

Oben sind die Spektrogramme von
links: MILCH
mitte: MICH
rechts: MILCH minus MICH
wiedergegeben (Jörg Schäffer).

Aus diesen Spektrogrammen wurden wieder die Worte MILCH, MICH und auch die Differenz von MILCH und MICH, gebildet und am Mittwoch 13. Okt. 2004 vorgespielt.


H2, CO und CO2
ArtLecture
Jutta Köhler und Jörg Schäffer

Ausgehend einer quantenmechanischen Berechnung mit Geometrieoptimierung (Jutta Köhler) für die Moleküle Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid mit dem Programm GAUSSIAN 94 W (Details s. Bericht Jutta Köhler, Jörg Schäffer) wurden die erhaltenen Molekülorbitalenergien zunächst in die korrespondierende elektromagnetische Strahlung und deren Frequenz dann durch Oktavierung in die 46. Suboktave in hörbare Frequenzen umgerechnet.
Die höchsten erhaltenen Frequenzen liegen bei ca. 6000 Hz. Die niedrigsten Frequenzen bei ca. 20 Hz, Schwerpunkt ca. 1000 Hz (optimaler Hörbereich) Frequenzen unter 100 Hz wurden nicht als reine Sinusschwingungen sondern als Amplitudenmodulationsfrequenzen (Schwebungen) eingesetzt. Die Realisation erfolgte mit dem Programm Supercollider 2.2.16 (Shareware) auf Mac Os 9.2
Die vorliegenden Arbeiten haben noch vorläufigen Charakter.
Jörg Schäffer, Oktober 2004

Jörg Schäffer
Angeregte Zustände des H2-Moleküls

53,653
76,192
84,810
121,85
161,00
175,50
198,04
251,69
181,84
336,50

Frequenzen in Hz des H2-Moleküls um 46 Oktaven aus dem sichtbaren in den hörbaren Wahrnehmungsbereich gerechnet. Diese Töne wurden in verschiedenen Klangbildern als Cluster eingespielt - als konstante Sinustöne, Sinustöne mit Hüllkurve, als angeschlagene Töne etc.
Das Programm supercollider berechnetet und spielte die Klänge.

Und als Klavierpartitur:

Mittels eines selbst geschriebenen Programms (VIP-Basic) erfolgt die systematische Erzeugung von Akkordfolgen als Standard-MIDI-Datei, die von gängigen Sequenzer- und Notatioinsprogrammen gelesen werden kann.
Im vorliegen Beispiel werden alle möglichen Dreiklänge zwischen der MIDI-Notennummer 21 und der MIDI-Notennummer 25 erzeugt und in höchster Lage von einem 6 - 8 tönigen Arpeggio kommentiert.
Die Arbeit dient der Vorbereitung einer Kompositionsstudie über Drei- und Mehrklangsverwandschaften. Verwandtschaftsgrade werden nach Kriterien der akustischen Kommunikation behandelt und nicht nach üblichen Akkordprogressionsregeln funktionaler Harmonik.
Jšrg Schäffer, Oktober 2004


Dieter Trüstedt
Sonntag 24. Oktober 2004, Unterlauser Weiher, süd-östl. von München
nach den Herbstpublikationen 2004